Donnerstag, 27. November 2014

"Welcome home"

Unsere letzten 4 Tage haben wir noch mal mit unserer Gastfamilie verbracht. Jo, die Gastmama, hat uns nach unserer Reise mit "welcome home" begrüßt, das war wirklich sehr rührend.

Die Hauptaufgabe dieses mal war ein bisschen putzen, Gartenarbeit und vor allem die Weihnachtsstimmung ins Haus zu holen. Das haben Lisa und ich mit Vorliebe gemacht.

Der Frühjahrsputz ist gleichzeitig die Vorbereitung für Weihnachten, das ist doch sehr praktisch! Wir haben die Plastiktanne in die richtige Form gebogen und am nächsten Tag in vielen verschiedenen Farben geschmückt. Zur kulinarischen Versüßung haben wir noch Kokosmakronen und Vanillekipfel gebacken. Unsere Familie mochte sie wirklich sehr gerne und so kamen wir schon ein bisschen in den Genuss der Weihnachtsstimmung!

Seit gestern sind wir zu viert unterwegs. Gemeinsam mit Martin und Rika machen wir am Wochenende das Tongariro-crossing, eine 8Stunden Tageswanderung mit 1000Höhenmetern zum "Schicksalsberg", für alle Herr der Ringe Kenner unter euch.

Dienstag, 25. November 2014

Unsere Reise nach Northland

Nach unserem Aufenthalt in der Familie ging es für uns in den letzten 1 1/2 Wochen auf Reisen in den Norden der Nordinsel. Auf nach Northland!

Wir sind an der Westküste bis zum Cape Reinga gefahren und an der Ostküste zurück. Insgesamt waren es ca. 1000km Autofahrt in unserem super funktionierenden "Opo" (das heißt blauer Defin) und 4 verschiedene Zwischenstopps. Für google-maps-Interessierte hier die Städte: Dargaville, Omapere, Kaitaia und Kerikeri.

Der Abschied von der Familie ist mir nicht leicht gefallen, ich mag das Eingebundensein in einer Familie und das Arbeiten vielleicht sogar mehr als das ständige Unterwegs sein. Nachdem wir Lisas Freunde Bekki und Anna (sie kennt sie aus der Uni) auf dem Weg getroffen haben, waren wir für die nächsten 5 Tage gemeinsam unterwegs. Den ersten Zwischenstopp haben wir in Dargaville eingelegt. Städte in Neuseeland sind absolut keine Highlights, sicher auch aufgrund der jungen Geschichte der Insel.

Lisa und ich haben während unserer Reise im Auto geschlafen. Nach ein paar Versuchen und verschiedenen Positionen der Matratze (die haben wir von unserer Gastmama geschenkt bekommen) war es doch sehr komfortabel und gemütlich in unserem Auto.

Für mich war die Reise bis ganz an die Spitze der Nordinsel einer der tollsten Tage und Erlebnisse. Ein bisschen hat es mich an das Kap der guten Hoffung erinnert und damit zu den positiven Erwartungen beigetragen. Das Wetter war an diesem Tag ebenfalls besonders auf unserer Seite, sodass wir am Kap selbst wandern, Sandboarden und Eisessen waren.

Anschließend sind wir die Ostküste entlang der "Bay of islands" (Bucht der vielen Inseln) zurück in Richtung Süden gefahren und waren beinah überwältigt von der Schönheit dieser Küstenlandschaft. Den Strand haben wir für ein kleines Rugby-Spiel genutzt, eben so typisch, wie Fußballspielen in Deutschland.

Die letzten 4 Tage unserer Reise verbrachten wir in Kerikeri und von sort aus haben wir Ausflüge unternommen. Bei einer 6 Stunden Schiffsfahrt haben wir Delfine gesehen und sind in den Buchten geschnorchelt. Zu einer anderen Jahreszeit (wenn die Delfine keine Jungen haben) kann man sogar einfach im freien Meer mit ihnen schwimmen. Das ist sicherlich ein ganz besonderes Erlebnis!

Nach diesen vielen Eindrücken war es ein schönes Gefühl wieder zurück zu unserer Gastfamilie kommen zu können. Wir wurden sehr herzlich mit "welcome home" empfangen und geniessen seit dem unsere gemeinsame Zeit!

Sonntag, 16. November 2014

Familie Ross, unsere Kiwi-Woofing-Gastfamilie

Ab Mittwoch den 5. November haben wir in der Familie Ross das erste mal richtig gewooft. Woofen heißt wörtlich übersetzt "working on organic farms" (auf Farmen arbeiten). Ich muss an dieser Stelle voraus nehmen, dass wir wunderbare 10 Tage in einer echten Kiwi-Familie erlebt haben!

Wir haben in einem Gartenhäuschen mit fließendem Wasser gewohnt, Toilette war draußen und duschen durften wir aufgrund der Temperaturen im Wohnhaus. Typisch für das "arbeiten für Unterkunft" ist auch die Bereitstellung von Essen. Jo, unsere Gastmutter, hat uns einen ganzen Kühlschrank vorbereitet und abends immer super lecker und abwechslungsreich für uns gekocht.

Die Familie Ross würde bei uns in Deutschland als Patchworkfamilie bezeichnet werden, hier in Neuseeland sind zweite Ehen und gemischte Familien weiter verbreitet. Insgesamt haben sie 8 Kinder, davon 1 gemeinsamen Sohn Joseph. Die Kinder sind zwischen 32 und 14 Jahre alt und haben auch schon viele eigene Kinder. Wir wurden während unserer Zeit vielen verschiedenen Kindern, Enkeln und Freunden vorgestellt. In dieser Familie ist immer etwas los!

Vergangenen Sonntag wurden wir in die Kirche mitgenommen und Jo und Kevin haben uns von ganzem Herzen so viel wie möglich über ihr Land, Gewohnheiten und englischen Kiwi-Akzent erklärt. Abends kam die Familie meistens zum essen zusammen und wir haben gemeinsam Film geschaut oder gequatscht.

Der Alltag in einem typischen Farmleben beginnt früh am Morgen und endet ebenfalls früher am Abend. Lisa und ich haben immer mit Jo gearbeitet, am Wochenende auch gemeinsam mit den Söhnen. Ich habe auf jeden Fall viel über Gärtnerei und Tierhaltung gelernt. Mit Gummistiefeln und Handschuhen bewaffnet hieß es für uns Disteln auf dem Feld ausstechen, Unkraut zupfen, Holz schlichten, den Komposthaufen umladen, den Kräutergarten von Unkraut befreien und neu anlegen, einen Graben ausschaufeln, Zitronenbäume verschneiden, den Schafen die Wurmkur verpassen und bei schlechtem Wetter im Haus ein bisschen putzen. Insgesamt haben wir die Arbeiten meinstens gerne gemacht und waren in der Familie wie Töchter integriert.

Montag, 10. November 2014

Coromandel: heiße Quellen und paradiesische Landschaft

Hier ein kleiner Nachtrag der Reise von Roturua über Mount Manganui, Tairua, Thames bis zu unserem momentanen Aufenthaltsort Waitakere.

Zur Orientierung: wir befinden uns auf der Nordinsel von Neuseeland. Roturua liegt ziemlich zentral. Der Weg führte über den Küstenabschnitt Bay of plenty (eine Vielzahl von Buchten), den östlich von Auckland herausragenden Coromandel bis zu unserer ersten Woofing-Gastfamilie ins westlich von Auckland gelegene Städchen Waitakere.

Bild 1: Überall Schafe auf dem Mount Manganui. Und es gibt noch viele, viele mehr!

Bild 2 und 3: Auf dem Weg zur Cathedral Cove. Nach einer kurzen Wanderung denkt man, man ist im Paradies!

Bild 4: Hot water Beach, ganz verrückt und ein bisschen unglaublich. Am Strand kann man sich kleine Wasserlöcher graben und im badewannenwarmen Wasser entspannen. Falls es zu heiß wird ist die Abkühlung des kalten Pazifik garantiert.

Bild 5: Sonnenuntergang in der Minenstadt Themes.

Bild 6: Unser Leben auf der Farm!

Bild 7: Petty, unser Wachhund!