Mittwoch, 21. Januar 2015

Noch ein paar Eindrücke von Welly im Januar

Wir kommen nicht so richtig weg von windy Welly, es ist einfach so schön!

Wellington ist definitiv die schönste Stadt in Neuseeland (bis jetzt und auf der Nordinsel). Die Abwechslung von Stadtleben, durch die Straßen schlendern, den Strand und das Meer aber auch die für Neuseeland typische Hügellandschaft, machen es einzigartig und sehr lebenswert!

Ich genieße Konzerte im Park, das wahnsinns Haus von Cathy und Steve und den Luxus nach getaner Arbeit (ja, wir arbeiten immer für Essen und Unterkunft) einfach zum Strand zu schlendern. Welly ist toll, deshalb sind das hier sicherlich nicht die letzten Eindrücke!

Dienstag, 20. Januar 2015

Wairangi Station: becoming real farmgirls

Da wir in den letzten 1 1/2 Wochen wieder auf einer Farm unterwegs waren, dachte ich, es wäre sicherlich interessant für euch etwas mehr über das richtige Farmleben zu erfahren.

Wir waren auf der Wairangi Station. Station heißt ein Ort dann, wenn er im Nirgendwo liegt und einer Farm ähnelt. Steve, Martins Gestvater, gehört ein riesiges Stück Land. Da er nur am Wochenende und während den Ferien dort ist, gibt es auch einen Manager der sich um alles kümmert. Ein Mann mit seinen 2 Söhnen die beide Schafshirten sind.

Zur Basisausstattung gehört auf jeden Fall eines dieser 4 rädrigen-motorisierten-Alleskönner. Damit können Menschen, Hunde, Holz usw. leicht transportiert werden. Und natürlich mindestens ein Hund für die Jagd.

Außerdem braucht man auf jeden Fall ein paar Gewehre zum jagen. Das wäre ja schade, so viel Wild einfach nur umherziehen zu lassen ;) Nach einem Schießtraining auf ein Pappschild war Steve doch tatsächlich der Meinung, dass wir auch ein Reh schießen könnten! Falls sich das Tier fünf Minuten lang nicht vom Fleck bewegt, würde ich zustimmen.

Wie richtige Farmgirls waren wir mehrmals früh 5:30Uhr jagen, leider immer ohne Erfolg, aber mit viel Konzentration und Spaß. Ich hatte irgendwann den Punkt erreicht, an dem ich ein bisschen blutrünstig wurde und unbedingt was erlegen wollte.

Natürlich haben wir auch gearbeitet. Das Haus wurde von vorne neu gestrichen und wir haben einen ganzen Raum renoviert mit allem drum und dran. Und weil wir so(...) fleißig waren, konnten wir einen ganzen Tag lang Mountainbiken und an einem anderen die Motorräder über Kuhweiden inmitten der grünen Hügellandschaft jagen-wahnsinn!

Cathy und Steve sind sehr nette Gasteltern und schätzen unsere Hilfe immer sehr. Sie haben uns zum Abschluss zu einem Weintasting eingeladen und wir sind jetzt wieder mit ihnen nach Wellington gefahren. Hier helfen wir noch bis Montag den Garten für die Verlobungsfeier des Sohnen auf Vordermann zu bringen.

Danach gehts dann aber echt mal auf die Südinsel :)

Donnerstag, 8. Januar 2015

Weils so schön war...

...werde ich die nächsten 1 1/2 Wochen mal wieder ohne Internetempfang sein. Wir sind schon auf dem Weg, dieses mal mit unserem Auto, zur Farm von Martins Gastvater Steven in der Wairapa Region (immer noch auf der Nordinsel).
Bis bald! Eure Katja

Mittwoch, 7. Januar 2015

Windy Welly

Bilder sagen in diesem Falle mehr, als viele Worte! Wellington ist wunderbar! 






















Montag, 5. Januar 2015

Trotz mäßiger Wettervorhersagen...

Na, kommt euch das bekannt vor?! 

Ja, wir haben mal wieder versucht unseren ersten der insgesamt 9 "great walks" (offizielle Bezeichnung der tollsten Wanderwege Neuseelands) zu absolvieren. Das Tongariro Crossing. Uuuuuuunnnnnddddddd... Dieses mal kann ich sagen, trotz mäßiger Vorhersagen, hatten wir fantastisches Wetter und konnten die 19,4 km fast schon genießen (jedenfalls große Anteile davon).

Zwischen Weihnachten und Neujahr eine große Wanderung zu absolvieren war ein tolles Vorhaben. Es war auch die letzte Chance das Crossing mit Martin, dieses mal leider ohne Rika, zu machen. Wir haben uns für 2 Nächte in ein Hostel nähe der Einstiegsstelle eingebucht und am Sonntag den 28.12.2014 ging es mit gepackten Rucksäcken früh 8Uhr los. Man muss ein Busunternehmen buchen um für Notfälle oder eventuelles Verschwinden registriert zu sein. 

Den Anfang des Weges haben wir in der großen Touristengruppe relativ schnell zurückgelegt. Man hatte immer jemanden vor sich und hinter sich und konnte deshalb die Idylle nicht ganz genießen. Das hat sich im Laufe des Weges jedoch geändert. Die Riesen Gruppe wurde suseinander gezogen und wir konnten sogar einige Momente allein genießen. Da wir uns an den Zeitplan halten mussten, um den Bus nicht zu verpassen, sind wir relativ zügig zum Gipfel gewandert, haben dort eine lange Pause mit Blick auf die Seen genossen und sind danach die verbleibenden 9km weiter gelaufen und haben am Ende sogar noch den typischen Dezemberschnee entdeckt. Insgesamt waren wir 30 Minuten früher da, als der Zeitplan verlangte und waren am Ende doch auch ganz schön geschafft aber glücklich. 



Nachtrag: Awaroa - ein Lächeln auf allen Lippen bei dem Gedanken zurück.

Dies ist ein Nachtrag von der Zeit im Abel Tasman Nationalpark ganz ohne Strom und Handyempfang, nur mit Baterien, Gasflaschen, Kerzen und jede Menge Feuerholz ausgestattet. Aber von Anfang an:

Cathy, Martins Gastmutter, hat uns mit in das Urlaubshaus der Familie genommen (die meisten Kiwis haben ein Holiday house) um alles herzurichten für Weihnachten. Wir sind am 7.12 früh mit einem vollgepackten Auto (Mac, der kleine Parson Russel war auch dabei) auf die Fähre und von Wellington nach Picton auf die Südinsel übergesetzt. Von dort aus dauerte es noch mal 5 Stunden bis in das Gebiet des Nationalparks. Ganz wichtig war es, pünktlich zur Ebbe anzukommen um per Fuß zum Haus, bzw. zu den Zugwagons (!) zu kommen. Das Auto wurde am nächsten Tag bei Flut mit dem kleinen Boot entladen. 

Unser Alltag in Awaroa, einer alten Hippi Komune, wo jeder jeden kennt und man sich selbstverständlich hilft, sah recht einfach aus. Früh aufstehen und im Garten helfen, die Trains putzen oder Weihnachtsdeko anbringen. Wir haben immer gemeinsam eine Mittagspause gemacht und danach konnten wir den Nationalpark erkunden. Der Tag verging meistens viel zu schnell und ich habe mich immer sehr auf das gemütliche Zusammensitzen, erzählen, oder lesen vor dem Kamin gefreut. 

Martins Geburtstag haben wir natürlich auch gefeiert, eben mal auf eine ganz andere Weise. Wir haben dem Anlass entsprechend dekoriert, tagsüber gearbeitet, einen Kuchen in der Containerküche gebacken (mit Gas und eigentlich ohne allem) und wurden abends von Cathy in die nahegelegene Lodge (ein Hotel) zu Cocktails eingeladen. 

Nach 1 1/2 Wochen ging es dann im strömenden Regen zurück nach Wellington, Weihnachten stand vor der Tür. Mit dem Wassertaxi ging es nach Kataia, dann sind wir mit 2 verschiedene Autos zurück nach Picton getrampt und haben abends die Fähre nach Wellington geschafft. Danach waren wir super fertig, überflutet von dem Stadtleben und brauchten den nächsten Tag um uns wieder richtig einzuleben. 

Insgesamt war es eine wahnsinnig tolle Erfahrung ganz abgeschieden von der Außenwelt zu leben. Irgendwie hätte ich das auch nicht erwartet, aber Natur, Kerzenschein, ein Kamin und liebe Freunde machen das Glück auch schon ziemlich perfekt. 








Donnerstag, 1. Januar 2015

Happy new year - 2015!

Ich lebe zwar für euch in Deutschland immer in der Zukunft, aber gestern Abend habe ich für 12 Stunden sogar in einem anderen Jahr gelebt! Wahnsinn, da wird mir die Entfernung und Zeitverschiebung so richtig bewusst.
Wir haben mit Rika und ihren drei Freunden, einem Kumpel von Lisa, Andy aus Erlangen und Sara und Helene aus Wellington einen bunten Abend verbracht. Anstelle des Bleigießens wurde eine neue Tradition ins Leben gerufen, Vorhabenraten. Das war sehr interessant und lustig, mal sehen welche Vorhaben in Taten umgesetzt werden.

Zum Jahreswechsel haben wir uns das Feuerwerk von oben über dem Hafen und der Stadt Wellington angeschaut und haben danach noch bis zum Sonnenaufgang in der Stadt getanzt.

Der erste Tag im neuen Jahr hat uns mit viel Sonnenschein begrüßt und wir konnten am Strand entspannt.

Ich wünsche Euch von Herzen ein tolles Jahr 2015!